GV und Vortrag 'Fliegende Verbündete' 2. März 2026
, Morell Amadeus
An der GV wurden die Höhepunkte des intensiven letzten Jahres gezeigt. Gina Schuler und Markus Nüesch wurden als neue Mitglieder in den Vorstand gewählt. Es kamen ca. 70 Personen an die GV und 10 weitere an den Vortrag. Im hoch interessanten Vortrag zeigte Stefan Greif mit faszinierenden Filmen und Bildern spannende Einblicke in die Lebensweisen von Fledermäusen. Für diese einzige aktiv fliegende Säugetiergruppe sind Insekten die alleinige Nahrung. Doch auch die meisten unserer Singvögel sowie Mauersegler u.a. sind ebenfalls auf Insekten angewiesen, insbesondere als Nahrung für die Nestlinge. Da die Gesamtmenge der Insekten stark abgenommen hat, sind beide Gruppen stark beeinträchtigt. Insektenförderung ist das A und O zum Schutz der Vögel und der Fledermäuse. Dies kann am besten durch Pflanzung einheimischer Stauden, Sträucher und Bäume erfolgen sowie durch Totholz und Strukturen fürs Leben aller Art.
Exkursion Schmerikon 21. Feb 2026
, Morell Amadeus
Trotz Nieselregen fanden sich 28 Vogelinteressierte in Schmerikon ein! Danke für das grosse Interesse! Wir konnten an der Exkursion insgesamt 28 Vogelarten ansprechen - bei diesen Bedingungen ganz beachtlich. Im Hafenbereich trippelten mehrere Teichrallen herum, die sich in der Brutzeit im Schilf sehr scheu verhalten. Im Wasser sahen wir Reiherenten tauchen. Auf Holzpfählen sassen Gänsesägerweibchen und in der Nähe tauchten deren auffällig helle Männchen nach kleinen Fischen. Im Hafenbereich schwammen Teichrallen. Dort sass ein am Flügel verletzter Kormoran und der Jagdaufseher war auch schon da, um ihn von seinen Leiden zu erlösen. An der Schmeriker Aa suchten drei Felsenschwalben nach Insekten. Diese kräftige Schwalbenart überwintert teilweise in der Poebene und nördlich des Mittelmeers und suchen schon recht früh im Jahr ihre Brutgebiete wieder auf. Sie brüten im Felsen, oft auch unter Brücken und tendenziell zunehmend in Siedlungsnähe (Kulturfolger). Im Schilf suchten mehrere Rohrammern nach Nahrung. Diese Art brütet in Schilfgebieten u.a. auch bei Schmerikon. In den Bäumen konnten wir ganze Trupps von bunten Distelfinken (Stieglitz) beobachten. Dies ein paar Beispiele der Beobachtungen.
Georgina, Michael und Amadeus berichteten zu diversen Vogelarten interessante Details z.B. zu ihrem zahlreichen Auftreten als Wintergäste gegenüber den teils spärlicheren Brutzahlen, zu den Details in der Färbung, die man durch die Nähe oft sehr gut wahrnehmen konnte oder auch zum Gebiet als Ganzes (z.B. deren Entstehung als Folge der Alpenfaltung, der Eiszeiten und des Einflusses des Menschen durch Verbauung der Lindt und des Lindt-Escher-Kanals etc.). So war es insgesamt eine vielseitige und interessante Exkursion. Der feine Nieselregen liess sich gut ertragen und als er stärker wurde waren wir schon beim Kaffee und der obligaten Artenliste. (Bilderfolge und Artenliste durch Klicken)
Pflege Steinbrüchel und Pfruenderhaab 25. Okt 2025
, Morell Amadeus
Im Steinbrüchel halfen Schilfen 9 Personen beim jährlichen Schilfen mit und errichteten eine neue Triste. Auch die Sandlinsen wurden gejätet. In der Pfruenderhaab machten sich am Morgen fünf tüchtige 'Kämpfer' an die Brombeeren und die in die Wiese hineinwachsenden Hartriegel. Ein paar Tage wurden dann noch etliche Hartriegel auf den Stock gesetzt. Sowohl Brombeeren als auch die Sträucher wurden von der Gemeinde abtransportiert - herzlichen Dank. Das Mittagessen gabs diesmal am Herbstmärt /-Fest der Bio-Gärtnerei Appisberg.
Exkursion unterer Greifensee, Fällanden 4. Okt 2025
, Morell Amadeus
Eine interessierte Gruppe von 16 Personen, davon einzelne aus Meilen und Zürich streiften bei gutem Wetter durchs Ried. Georgina, Amadeus und Michael zeigten die Vögel, darunter Bekassine, Kiebitze, eine Klappergrasmücke und am Schluss einen Eisvogel, dem wir längere Zeit beim Spähen nach Beute und auch mit einem Fisch im Schnabel zuschauen konnten. Amadeus erläuterte die Frühgeschichte der Besiedlung durch Menschen nach der Eiszeit, wo die Menschen zunächst in Zelten lebten und später auch mehrere Pfahlbau-Siedlungen entstanden. Georgine informierte über die grossflächigen Aufwertungen durch Abhumusierung. Im Bereich Stocklen, nahe bei Fällanden kann man von einem schönen Beobachtungsturm sowie einer Plattform die neuen Lebensräume mit diversen Teichen gut einsehen. Es hat intaktive Infosäulen, Tonkurbeln etc. Auf der Schwerzenbacher Seite ist gerade eine weitere Renaturierung in Arbeit. Amadeus erwähnte auch die Unterschiede der Nutzung im Vergleich mit der Zeit, als er in diesem Gebiet als Gymnasiast die Vögel kennenlernte. Damals hatte es am Steg noch Parkplätze, Bootssteg und Badestellen und mehr Wege. (Für die Fotoreihe bitte klicken)
Pflegetag Bolligerweiher 27. Sept 2025
, Morell Amadeus
16 tüchtige Helfer:innen fanden sich trotz leichtem Regen beim Bolligerweiher ein. Drei davon kamen gar aus einem Stadtzürcher Verein angereist! So kamen wir mit dem Mähen des Schilfes, der Schachtelhalme und Farne, sowie etwas holzen sehr gut voran, auch dank der Vorarbeit von Michael und Amadeus. Für die Pause hatten wir ein grosses Zeltdach und isolierende Sitzmatten auf den Bänken. Nach dem feinen und reichhaltigen Mittagessen im Schlössli konnten ein paar den nun sonnigen Nachmittag für andere Dinge nutzen. Ein Kern von ca. acht Personen türmten die letzten Karretten voll Grünzeug auf den einer Triste ähnlichen über drei Meter hohen Haufen und erledigten noch ein paar Feinarbeiten. Wir sagen allen wieder einmal von Herzen Danke. (Bitte Klicken für Bilderkarussell)
Pflegetag Bahnweg u.a. 13. Sept 2025
, Morell Amadeus
Bei bestem Wetter konnten wir zu fünft zuerst unsere gelungene Aufwertung am Bahnweg beim Bahnhof Uetikon mähen, einzelne Brombeeren und Goldruten, sowie den Sommerflieder entfernen und am Wiesenspickel beim Schönauweg auch einige Blacken ausstechen sowie die Wildbienen-Sandlinse jäten. Im Chiletöbeli wurden durch Liselotte einzelne ausgebüxte junge Robinien ausgepickelt. Im Steinbrüchel wurde durch Georgina und Rosmarie ein winterfester Unterschlupf für Igel oder auch für den Hermelin gebaut sowie die Sandlinsen gejätet. Das Essen im Allmendhof war wie immer sehr fein und reichhaltig - mit Salat, Suppe, Menu und ein Vermicelle als Dessert. Obwohl insgesamt nur sechs Leute an der Arbeit waren, konnten wir die wichtigsten Ziele erreichen. Wir sind für jede Hilfe immer sehr dankbar. Ein wirksamer Naturschutz braucht Pflegeeinsätze. (bitte klicken für Bilderkarussell)
Geheimnisvolles Leben in der Nacht 5. Sept 2025
, Morell Amadeus
Gegen 40 Personen darunter mehrere Kinder besuchten den Sonderanlass im Rahmen der 'Museumsnacht'. Im lebendigen Vortrag von Amadeus Morell wurden Besonderheiten von ausgewählten Nachttieren gezeigt und erläutert. Faszinierend war z.B. die Paarung der Tigerschnegel an einem Schleimfaden, das geheimnisvolle Leuchten der Glühkäfer und wie deren Larven Schnecken erlegen können, die Geburt der Feuersalamander nach einer 9 monatigen Trächtigkeit, die ulkigen Bewegungen des jungen Waldkauzes, das Geheimnis der leuchtenden Augen von Eulen und nachtaktiven Säugetieren und die vertieften Erklärungen der Ultraschallorientierung der Fledermäuse.
Nach einem Apero vertiefte Georgina Brandenberger die Kenntnisse über Fledermäuse und ging danach mit Ultraschall-Detektoren auf Pirsch nach Fledermäusen - mit Erfolg. (Für Vollbild klicken)
Fledermaus Exkursion Uetikon 22. Aug 2025
, Morell Amadeus
Georgina Brandenberger erläuterte den 30 interessierten Teilnehmenden in umfassender Weise die Besonderheiten der Fledermäuse. Anhand von Gebissen zeigte sie die Zugehörigkeit zu den Insektenfressern innerhalb der Säugetiere im Gegensatz zu den Mäusen, die zu den Nagetieren gehören. Sie wies auch auf die interessanten kulturellen Unterschiede bezüglich der mythologischen Bedeutung: in Europa werden Fledermäuse eher mit Teuflischem und Bösem verknüpft, während in China Fledermäuse mit Glück in Verbindung gebracht werden. Die Teilnehmenden wurden vielseitig zum Mitmachen animiert. Wir zeichneten mit Kreide Fledermäuse auf den Boden, versuchten Lebensphasen wie Eisprung, Paarung, Jungenaufzucht, Wechsel der Quartiere u.a.m. den vier Jahreszeiten zuzuordnen und sie liess sie uns Fledermaus-'Chegeli' in Wasser auflösen, wodurch wir mit der Lupe Beine von erbeuteten Insekten entdecken konnten. Auch die Besonderheit der räumlichen Orientierung mit Ultraschallrufen und Echolot wurde erklärt. Die Themenliste war noch weiter und die Zuhörenden blieben sehr interessiert. Die Dämmerung war schon hereingebrochen und wir mussten noch etwas auf die ersten Fledermäuse warten. Mit speziellen Ultraschall-Detektoren konnten wir sie für alle hörbar machen und konnten einzelne gar im Strahl der Taschenlampe bei Jagdflug über den See beobachten. Für Georgina war es ihre erste selbst geleitete Fledermausexkursion und war zudem ihre Prüfungsexkursion. Dass sie diese mit ihrem grossen Wissen mit Bravour bestanden hat, liess sich auch am intensiven Schlussapplaus erkennen. Herzliche Gratulation.
Natur im Dorf - Aufwertungen 4. Mai 25
, Morell Amadeus
Dank verschiedener ökologischer Aufwertungen konnten der NVMU in Zusammenarbeit mit verschiedenen 'Playern' Wesentliches für die Förderung der Biodiversität beitragen. Auf dieser Exkursion wurden auf dem Weg vom Bahnhof Uetikon zum Museum Uetikon diverse Beispiele gezeigt werden: (Klicken)
Vogelstimmen 26. April 2025
, Morell Amadeus
In zwei Gruppen begaben wir uns oberhalb von Uetikon auf die Pirsch und lauschten auf die Vögel. Sie erzeugen ihre Töne mit einem anderen Organ als wir mit unserem Kehlkopf, der sich im oberen Bereich der Luftröhre befindet. Das Stimmorgan der Vögel, die Syrinx, befindet sich tiefer, nämlich bei der Verzweigung der Bronchien, wo mehrere 'Stimmbänder bzw. -Membranen' mit Muskeln gespannt werden und mit dem Luftstrom zum Klingen gebracht werden. Mit Sonagrammen 'Klangbildern' können die teils komplex zusammengesetzten Strophen optisch dargestellt werden. Der Gesang dient der Territorialmarkierung gegenüber artgleichen Männchen sowie dem Anlocken von paarungsbereiten Weibchen. Besonders beeindruckend war auf dieser Exkursion eine Singdrossel, die ihre wohlklingenden Element oft mehrmals wiederholt, sowie die fast durchgehend zu hörenden Mönchsgrasmücken. In der Nähe der Siedlungen waren auch Stieglitz und Girlitz sehr gut zu hören.